Von Januar bis März fanden im Rahmen unseres Visions- und Strategieprozesses mehrere Standortgespräche statt. Hier eine Impression vom Gespräch am 7. März in Altdorf.
Unter dem Motto «Wann, wenn nicht jetzt?» begrüssten Jasmine Suhner und David Wakefield am Samstag Morgen 10 Mitglieder zum Standortgespräch in Altdorf. Die Frage, ob wir neue Personen für den Kirchenrat finden, stand den Teilnehmenden zuvorderst. Suhner und Wakefield meinten, es wäre jetzt günstig einzusteigen, da die Gelegenheit bestehe, die Aufgaben neu zu verteilen.
In der Vorstellungsrunde erfuhr man, wie viele Personen sich schon irgendwann für die Kirchgemeinde eingesetzt hatten. Aber es wurden auch Klagen geäussert, dass heute der Zusammenhalt und der gute Geist von früher fehlten und dass der aktuelle Kirchenrat zu wenig transparent handle und kommuniziere.
Die Teilnehmenden erhielten die Aufgabe, auf hellen bis dunklen Karten zu notieren, wie es heute aus ihrer Sicht um unsere Kirche steht. Ziemlicher Ärger über allgemeine und konkrete Defizite der Kirchgemeinde kam auf den Tisch, aber auch Hoffnung auf Besserung durch den jetzt angestossenen Prozess.
Jasmine ordnete die Zettel auf einem grossen Tisch in die drei Bereiche Inhalt, Strukturen und Beziehungen. Während bei den Inhalten vieles geschätzt wird – zum Beispiel die Begegnungen im Gesprächskreis –, wurde Kritik laut an den Strukturen, zum Beispiel an der zu wenig gepflegten Ökumene. Wirklich gestört sind jedoch die Beziehungen, wo Misstrauen und Chaos dominieren statt Zusammenhalt. Überrascht nahmen die Teilnehmenden zur Kenntnis, dass die Arbeit der Angestellten «hinter den Kulissen» gut funktioniert.
Als weiteren Schritt durften die Teilnehmenden ihre Wünsche für die Zukunft formulieren. Einige davon lauteten:
- Mehr Junge finden, damit wir nicht aussterben.
- Abhaken, was war, und neues Vertrauen aufbauen.
- Weniger Belehrung, mehr Austausch, Meditationen statt vorgelesene Gebete.
- Gute Predigten.
- Mehr Ökumene und interkonfessionelle Zusammenarbeit.
- Konsolidierung des Angebots.
In einem Blitzlicht konnten die Teilnehmenden zum Schluss sagen, wie es ihnen jetzt geht. Es ging den meisten gut, den einen, weil sie ihren Frust losgeworden waren, den anderen, weil sie Frühling und Hoffnung spüren.