Die Eltern der Unterrichtskinder loben den erlebnisorientierten Unterricht und haben konkrete Wünsche für das zukünftige kirchliche Angebot für Kinder und Familien.

Am 1. April fand unter der Leitung von Susanne Bruppacher und David Wakefield ein Elternabend im Kaminzimmer in Altdorf statt. 10 Elternteile und drei Gäste, darunter die für die Jugend zuständige Kirchenrätin Brigitte Renner, waren aus dem ganzen Kanton angereist. Nach der Vorstellungsrunde wurden die Eltern zum Marktplatz eingeladen, wo sie auf grossen Blättern festhalten konnten, welche bestehenden Angebote für Kinder und Familien aus ihrer Sicht weitergeführt werden sollen und welche zusätzlich gewünscht sind.

Besonders gut kommen Exkursionen und der Kinoabend an, vorgeschlagen werden unter anderem eine Chilä für di Chliinä, ein Flohmarkt von und für Kinder und verschiedene Formen des Singens und Musizierens mit den Kindern.

Unter David Wakefields Regie erstellten die Eltern anschliessend eine Auslegeordnung, wie sie an allen Gesprächen im Rahmen unseres Visions- und Strategieprozesses gemacht wird. Auf hellen bis dunklen Karten konnten die Anwesenden festhalten, wie sie die reformierte Kirche zurzeit wahrnehmen. Auf grünen Karten wurden die Wünsche für die Zukunft notiert.

Erfreulich viele helle Karten wurden auf den Boden gelegt. Auf diesen hielten die Eltern fest, dass der neue, erlebnisorientierte Unterricht der Kinder und die einfühlsame Arbeit mit den Jugendlichen von ihnen und den Kindern sehr geschätzt wird und hier engagierte Menschen am Werk sind. Beliebt sind auch die «coolen» Anlässe wie Kinoabend, Kerzenziehen und der erstmals durchgeführte Rääbeliechtliumzug.

Auf den dunklen Karten wurde vermerkt, dass der Ruf der reformierten Kirche in der Öffentlichkeit ramponiert ist und die schon lange andauernde Streitereien einem die Lust nehmen, in der Kirche aktiv zu sein. Die Gottesdienste werden teilweise als altmodisch wahrgenommen, insbesondere was die Musik und die Lieder anbelangt, und man fühlt sich als Person im Familienalter etwas verloren unter den vorwiegend älteren Besuchern.

Die Wünsche für die Zukunft waren konkret:

  • Weiterhin gute Kinder- und Jugendarbeit
  • Peppigere Gottesdienste mit moderner Musik und mehr jüngeren Besuchern
  • Bessere Information zu Unterricht und Konfirmation
  • Unterstützung der Familien in Randregionen
  • Gleichzeitiger Unterricht für Kinder aller Altersstufen
  • Ein liebevolleres Miteinander in der ganzen Kirchgemeinde
  • Ein neuer Kirchenrat
  • Stärkere Zusammenarbeit mit den Katholiken

Bei Kaffee, Brötchen und Schokolade-Eili wurde von einigen Anwesenden noch lange über die offizielle Zeit hinaus diskutiert.